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Verena Leitner und Rolf Gregor Seyfried beschäftigen sich in der neuen Produktion “Die große Predigt des Pater Bernardus” unter der Regie von Sigrid Tschiedl mit niemand Geringerem als dem Teufel, dem Widersacher selbst.

Die beiden Künstler zeigen mit tiefernstem Augenzwinkern, welche Wege der uralte Menschenfeind wählt, um uns in seinen Bann zu ziehen:

Ob er sich nun ins Gewand eines Seelenhirten hüllt, um scharf tadelnd oder in lieblichem Schalmeienton seine Schäflein diabolisch zurechtzukneten; ob er sich als Lehrerin verkleidet, die moralisch korrekt vom Haarknoten bis zur kleinen Zehe die Demarkationslinie zwischen Gut und Böse in der Leibesmitte sieht, wobei das Gute immer oben ist; oder ob er sich als chronisch lächelnder Verkäufer in die Seelen seiner Kunden hineinschleimt - in jeder Camouflage agiert er gewieft und brillant, besticht mit seinen Argumentationen, dass einem der Verstand rotiert und der Schauder heißkalt über den Rücken läuft.

Die Figur des Pater Bernardus

Im Vexierspiel des Bösen ist Pater Bernardus eine mehrschichtige Figur, deren eindeutige Charakteristik darin besteht, nicht eindeutig fassbar zu sein. Die Inszenierung nimmt darauf Rücksicht und lässt genau aus diesem Grunde, zwei Darsteller als Teilaspekte einer Figur auftreten, die in wechselnden Rollen auftreten, einander befeuernd oder befehdend, einander in die Hände spielend oder neutralisierend.

Ein genialer Trick, geht es doch darum, die Zuhörer mal zu erschrecken, mal zu umgarnen und dergestalt geschickt hineinzuziehen in den doppeldeutigen Wirbel diabolischer Redekunst.

Wer ist er, der Teufel? - Wir wissen es nicht genau.

Wo ist er? - Überall.

Diese Inszenierung zeigt, was bleibt, wenn alle Werte zum Teufel gehen, sie zeigt, wo wir enden, wenn wir uns nicht ernsthafte Gedanken machen darüber, was gut und was böse ist.

Zum Text

“Die große Predigt des Pater Bernardus” stammt aus dem Buch “Gespräche mit dem Teufel - Acht Diskurse über das Böse” des polnischen Philosophen und Schriftstellers Leszek Kolakowski.

In VeRoVeritas haben diesen Texts dramatisiert ohne ihn zu verändern oder zu kürzen.

Gespielt wird in einer Kirche, denn dort gehört eine Predigt nun mal hin.


In vero veritas präsentiert:

Die große Predigt des Pater Bernardus

18. November 2017
18.30 Uhr

Pfarrkirche Gunskirchen


DER TEUFEL ...


Er ist ein Verführer und Verderber, ein Spötter, Verhöhner und Zyniker,

voller Gier, Eigennutz und Berechnung, ein Verleugner jeglicher Werte,
ein unheimlicher Geselle, ein Bösewicht.
Einer, den man nicht unterschätzen sollte.


Die große Predigt des Pater Bernardus

des polnischen Philosophen und Schriftstellers
Leszek Kolakowski


Szenische Bearbeitung von und mit

Rolf Gregor Seyfried und
Verena Leitner


Nina Attorf spielt
Orgelstücke von Johann Sebastian Bach


Regie: Sigrid Tschiedl



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